Der Fanfarenzug Graf Zeppelin feierte in 2015 sein 50 jähriges Bestehen

 

 

   

 

Mit Ois Easy​ präsentierten wir für Euch DIE Party Band aus Bayern schlechthin. Bekannt aus dem TV als Zweiter Sieger bei der Fernsehshow "Deutschlands Beste Partyband" oder als Support von NENA​ , Unheilig​, Silbermond​, Ich + Ich​, Luxuslärm​.. Sicherlich ein Highlite dass soo schnell nicht mehr hier am See zu sehen sein wird. Wir freuen uns mit Euch in unserem Partyzelt richtig zu feiern... Seid Ihr dabei?

 

Danke an die VVK Stellen für unser Jubiläumswochenende:

Mode Müller  (Karlstraße 23),

Links zu den Bands "          

 

Freitag-Abend "Thin Mother Samstag-Abend "Ois Easy"

 

 

 


 

50 Jahre Fanfarenzug Fanfarenzug Graf Zeppelin

Die Berichte zum Jubiläumsjahr. Bilder findet Ihr in der Galerie.

 

 

Närrischer Lindwurm begeistert die Massen

Närrischer Lindwurm begeistert die Massen

Fischbach-A-Hoi!: Bürgermeister Peter Hauswald wird Plakatträger im schlafenden Westend
Sorgt für den guten Ton beim Fischbacher Samstag: der Fanfarenzug Graf Zeppelin.Bild vergrößern

Sorgt für den guten Ton beim Fischbacher Samstag: der Fanfarenzug Graf Zeppelin.

Andy Heinrich

Fischbach sz Einen kleinen aber feinen und dafür umso ausgelasseneren Fischbacher Samstag haben die Besucher beim traditionellen Umzug samt anschließendem Narrenbaumsetzen im Westend Friedrichshafens erlebt. 29 Zünfte, Musikgruppen, aber auch freie Vereinigungen zogen durch die Straßen und sorgten dafür, dass nicht nur die Sonne über Fischbach strahlte.

Petrus hatte ein Einsehen mit den zahlreichen Narren und Schaulustigen, als sich um Punkt 14 Uhr der närrische Lindwurm auf seine Reise machte. Zuvor versprach der in 170 Tagen scheidende Bürgermeister Peter Hauswald, im Ruhestand als wandelndes Plakat für Fischbach und die Fasnet Werbung zu machen: „Im Ruhestand bei guter Haltung, trotz Zorn aus Politik und manch Verwaltung“, verkündete er und sah im neuen Chef der Fischbacher Runde einen Weltmeister. Schließlich folge Nützennadel auf Stenzel und das ließe zart hoffen: „Geschütze aus West! Wir werden uns wappnen, wir halten uns fest. Denn was ist schon Fischbach ohne den Hafen – Ihr würdet doch immer noch friedlich schlafen“.

Angst und Schrecken

Rund eine Stunde lang hieß es dann für große und kleine Mäschkerle im närrischen Kleinod singen, tanzen, schunkeln und gute Laune versprühen. So ließen die Brunnisach-Hexen keine Gelegenheit aus, ihren Konfetti-Wagen mit jungen Opfern zu füllen, während der Teuringer Johle von hinten heranschlich, um Angst und Schrecken zu verbreiten, bevor die Bachpiraten aus vollen Rohren im Duett mit der Spaltensteiner Bürgerwehr schossen.

Aber auch Streibemahder, der Waldschrat aus Raderach, die Narrenzunft Ailingen, Lindauer Esch-Dämonen oder die Häfler Bodenseennarren samt Sumpfbiberhexen aus Bürgermoos und Meckenbeurer Hangeweible zeigten, wie vielfältig und bunt die heimische Fasnet sein kann und das Brauchtumpflege in Fischbach und Umland mehr als nur ein geflügeltes Wort ist.

Ins rechte Lot

Ganz Tradition in Fischbach, hieß es nach dem Umzug mit seinen 29 Narrengruppen und Musikkapellen, auf der Wiese vor der Festhalle den schmucken Narrenbaum zu stellen. „Hau Ruck! Hau Ruck! Hau Ruck!“, feuerte Bäfi-Chef Meister „Eder“ die starken Protagonisten immer wieder an, so laut, dass sogar ein Quadrokopter vor Schreck seine Beherrschung verlor und unsanft zu Boden fiel.

Die starken Mädels und Burschen der Freiwilligen Feuerwehr setzen fortan mit ihren hölzernen Schwalben das gefühlte, 44,44 Meter hohe Symbol der fünften Jahreszeit unter großem Beifall ins rechte Lot, während die Musiker der Fanfarenzüge, Lumpenkapellen, und Spielmannszüge in den Stellungspausen für die passende Umrahmung sorgten. „Gespendet aus Schnetzenhausen, gefällt in Manzell, geschmückt in Spaltenstein, aufgestellt in Fischbach, am Aschermittwoch an den See zum Funkenplatz gefahren, geschmückt mit der Funkenhexe durch die Kinder der Tannenhagschule, um am Funkensonntag einer thermischen Aufbereitung zugeführt zu werden“, bemerkten die Blauröcke dann auch nicht ohne Stolz.

Fetzig, ausgelassen und fröhlich trieb es die durchfrorene Narrengesellschaft im Anschluss in die Halle, um den Fischbacher Fasnetsaufakt gebührlich zu feiern.

 

Die größte Boygroup der Welt feiert am See

Die größte Boygroup der Welt feiert am See

Fanfarenzug Graf-Zeppelin krönt die Bürgerbälle mit einem Rekord: 109 Akteure auf der Bühne

Fast wie früher: Im Graf-Zeppelin-Haus sorgen der FGZ und die Big Band Royal für Gänsehautmomente, lang anhaltenden Applaus undBild vergrößern

Fast wie früher: Im Graf-Zeppelin-Haus sorgen der FGZ und die Big Band Royal für Gänsehautmomente, lang anhaltenden Applaus und wunderbare Musik.

shy

Friedrichshafen sz Dieser Rekord ist gelungen und hat für Gänsehaut gesorgt: Der Fanfarenzug Graf-Zeppelin (FGZ) – mit 50 Jahren Geburtstagskind im Verein zur Pflege des Volkstums – hat bei den Bürgerbällen im Graf-Zeppelin-Haus ein Konzert mit der Big Band Royal unter der Leitung von Leo Bucher gegeben. 109 Musiker beider Gruppen standen gemeinsam auf der Bühne.

Die Big Band Royal ist Tanzkapelle Nummer 1 bei den Bällen in der alten Festhalle gewesen und in der Fasnet stets mit dem FGZ zusammen aufgetreten. Zum Jubiläum gab es bei den Bürgerbällen eine Wiedervereinigung musikalischer Art. 109 Musiker haben das Graf-Zeppelin-Haus kurzerhand in einen Konzertsaal der anderen Art verwandelt. Die Taktstöcke des FGZ hielten dessen ehemalige und aktuelle musikalischen Leiter in Händen. Den Anfang machte Helmut Wild, der die Combo vor 50 Jahren ins Leben gerufen hatte. Ihm folgten Franz Rimmele, Jürgen Graf bis hin zu Oliver Platz, dem derzeitigen Vorsitzenden und ehemaligen musikalischen Leiter, und dem heutigen Chef Christian Hauser.

Die 109 Musiker auf der Bühne verbreiteten so ziemlich alles zwischen Gänsehautgefühl und dem starken Drang, zur Musik zu tanzen. „Der Fanfarenzug war der Höhepunkt beim Bürgerball“, war nach dem Ball überall zu hören. Da ist was dran.

Doch alle, die den Bürgerball nicht erlebt haben, werden trotzdem Anfang Juli in den Genuss dieses Schauspiels kommen können. Dann nämlich feiert der FGZ auf der Uferpromenade am See ein großes Geburtstagsfest. Mit dabei wird auch wieder die Big Band Royal sein.

Humorvoll, frech und einzigartig

Zum Thema „Höhepunkt“ wäre zu den Bürgerbällen ebenfalls noch einiges zu sagen. Das Programm hatte Höhen und Tiefen. Letztere vor allem durch zu lange Dialoge, durch zu lange Szenen. Zu den Höhepunkten gehörten neben dem FGZ sicherlich die Tettnanger Wortkünstlerin Ingrid Koch und der Häfler Rainer Bentele. Beide brachten humorvoll, frech und wie es sein soll, ihre Wortbeiträge. Damit nahmen sie auch aktuelle lokale Geschehnisse ins Visier und hielten sich nicht damit auf lediglich Witze aneinanderzureihen. Auch die Studenten der Zeppelin Universität, die Rebstockfreunde, gehören zu den Höhepunkten des Abends. Sie schlagen die Brücke zwischen Seemooser Horn und Fasnet und das mit Erfolg. Soll jetzt noch einer sagen, sie wüssten nicht, was „Gockelores“ heißt.

Bei den Rebstockfreunden, aber auch an anderer Stelle, waren zumindest am Freitag diverse technische Problemchen festzustellen, wenn Mikrofone nicht funktionierten oder die Sprache im Saal einfach zu dünn ankam, als dass man sie auch an den hinteren Tischen noch hätte verstehen können. Da ist sicher noch Nachbesserung vonnöten.

Ebenso wie bei der Gesamtlänge der Show am Abend. Sonst aber haben die Bürgerbälle Hoffnung gemacht, dass sie sich wieder zu dem entwickeln könnten, was sie mal waren – zu gesellschaftlichen Ereignissen in der Fasnet.

 

Helmut Wild erinnert an Anfänge des Fanfarenzug Graf Zeppelin

31.01.2015  |  von

Friedrichshafen -  Helmut Wild war Mitgründer und lange Tambourmajor des Fanfarenzugs Graf Zeppelin in Friedrichshafen. Er erinnert sich an Auftritte in Jerusalem, Moskau und New York. Beim Bürgerball wird Helmut Wild nochmals ein mit den FGZ-Oldies und dem Tanzorchester Royal dirigieren.

 

Helmut Wild ist Gründungsmitglied des Fanfarenzugs Graf Zeppelin. Zu dessen 50. Geburtstag dirigiert der einstige Tambourmajor beim Bürgerball noch einmal ein Stück mit den FGZ-Oldies und dem Tanzorchester Royal.

Stimmt es, dass alles damit begonnen hat, dass der ganze Seehasen-Fanfarenzug am Seehasenmontag 1964 unterhalb vom Kurgartenhotel in voller Montur im Bodensee baden ging?

Eigentlich schon. Wir waren beflügelt von dem Gedanken, einen neuen Fanfarenzug zu gründen, und haben von Booten aus gespielt. Da ging irgendwie einer über Bord, und dann sind halt alle hinterher gesprungen.

Was waren das für Leute?

Schüler. Der Seehasen-Fanfarenzug war damals komplett aus dem Graf-Zeppelin-Gymnasium rekrutiert. Zum Seehasenfest hat man etwa drei Monate vorher angefangen zu proben, dann hat man gespielt, und nach dem Seehasenfest war Schluss.

Und warum haben Sie und Ihre Freunde sich vom Seehasen-Fanfarenzug getrennt und einen eigenen Fanfarenzug gegründet?

Wir hatten den Wunsch, die musikalische Qualität zu verbessern und auch außerhalb vom Seehasenfest aufzutreten. Das geht natürlich nur, wenn man das ganze Jahr probt. Wir hatten auch eine Einladung zum Heimatfest nach Memmingen, aber wir durften nicht hin. Konstantin Schmäh, der eigentliche Vater vom Seehasenfest, sagte zu uns: „Buaba, ihr sind fürs Seehasefeschd do, und wenn ihr scho vorher spiela wellet, isch des grad so, als ob ma da Chrischtbaum 14 Tag vor Weihnachte azünda däd. Des kommt gar nicht in Frog.“ Außerdem haben wir am Tag nur ein Biermärkle bekommen, das war auch ein bissle wenig.

Dann haben Sie sich an den Verein zur Pflege des Volkstums gewandt?

Wir haben uns zufällig beim Frühschoppen mit dem Vorstand unterhalten und uns beklagt. Da hat der damalige Präsident Albert Brauchle gleich Lunte gerochen und uns ein Gespräch angeboten.

Wie lautete sein Angebot?

Wenn eure Mütter Kostüme nähen, dann strecken wir euch das Geld für die Instrumente vor.

Beim Bürgerball 1965 haben sie bereits auf der Bühne gestanden, später kam die Zusammenarbeit mit dem Tanzorchester Royal und durch die Kontakte von Manfred Schäffler 1966 schon der erste Auftritt in Frankreich mit Ihnen als Tambourmajor. Wie war das?

Das war ungeheuer motivierend! Wir haben geprobt wie verrückt, denn wir durften damals zusammen mit der berittenen Staatsgarde des Präsidenten auftreten. Die spielen auch auf Naturinstrumenten, aber natürlich optimal, das sind ja Profis.

Und, wie lief es?

Die haben gesagt, sie hätten noch nie so einen guten Fanfarenzug gehört, und der Trompette-Major Eric Conrad, der damals in der Garde spielte, gab uns einen dicken Ordner mit Noten. Er ist sogar aus Frankreich hierher gekommen und hat mit uns geprobt. Das war phänomenal. Die Franzosen haben uns auch geholfen, die Instrumentierung für unsere musikalische Entwicklung zu verändern.

So ist also der neue Sound des FGZ entstanden. Durch ihre erste Schallplatte mit Fanfarenklängen wurde der ja in der ganzen Republik imitiert. Aber was hat es mit der Fanfare auf sich, die Sie als Tambourstab benutzt haben?

Die hat mir das Festkomitee beim zweiten Besuch in Thierry geschenkt. Dieses Instrument war bläserisch nicht gut, aber zum Winken war es toll, deshalb wurde auch das später von Tambourmajoren in ganz Deutschland nachgeahmt.

Nun ist der FGZ aber nicht nur bei uns und in Frankreich aufgetreten, sondern beispielsweise auch in New York, Moskau und Jerusalem. Was hat Sie am meisten beeindruckt?

Am meisten geehrt hat mich die Einladung zur 3000-Jahr-Feier in Jerusalem. Es waren nur zwei Gruppen aus Deutschland eingeladen, der FGZ und aus Berlin das Orchester der Staatsoper Unter den Linden. Man darf nicht vergessen, dass Fanfarenklänge sehr militärlastig sind, die sind in der Hitlerjugend groß geworden. Wir wurden trotzdem eingeladen. Und als der FGZ in Moskau spielte, da war es das erste Mal, dass nach dem Krieg wieder deutsche Fahnen über den Roten Platz getragen worden sind.

Warum spielen keine Frauen im Fanfarenzug Graf Zeppelin?

Es ist eine Frage des Erscheinungsbildes. Die Uniform geht in Richtung Musketier, und diese Wirkung hat man uns auch immer bestätigt. Deshalb wollten wir auch möglichst nur junge Männer im Fanfarenzug haben. Das war sicher einer der Schlüssel zu unserem Erfolg. Stellen Sie sich mal eine kleine, zierliche Frau hinter der großen Trommel vor …

Und wie soll es weiter gehen?

Was mich am meisten freut, ist, dass uns die Motivation aus der Anfangsphase durch 50 Jahre getragen hat. Wir haben ein hohes Niveau erreicht und gehalten. Dass es so bleibt, das wäre mein größter Wunsch.

Zur Person

Helmut Wild wurde am 8. März 1944 in Aulendorf geboren. Bei ZF Friedrichshafen machte er die Ausbildung zum Werkzeugmacher, später wurde er auf dem zweiten Bildungsweg Lehrer. 1980 wurde er am Bildungszentrum Markdorf einer der jüngsten Schulleiter des Landes. 1991 übernahm Helmut Wild die Leitung der Ludwig-Dürr-Schule in Friedrichshafen, wo er bis zu seiner Pensionierung 2007 blieb.

Er spielte von 1959 bis 1964 im Seehasen-Fanfarenzug, war dort ab 1961 zweiter Tambourmajor, gehörte 1964 zu den Gründungsmitgliedern des Graf-Zeppelin-Fanfarenzugs, stand 21 Jahre lang an dessen Spitze und hatte viele Jahre Ehrenämter in Brauchtum und Fasnet und beim Seehasenfest inne. 2005 erhielt Helmut Wild für seine kulturellen Verdienste den Ehrenbrief der Stadt Friedrichshafen. (afr)

50 Jahre Fanfarenzug Graf Zeppelin: Party im Stile von Jailhouse Rock macht Laune

12.01.2015  |  von  | 

Friedrichshafen -  Der Jubiläumsball des Fanfarenzugs Graf Zeppelin am Samstagabend in der Gockelwerkstatt hat den Akteuren, Mitstreitern und Besuchern gleichermaßen gut gefallen.
Gute Stimmung in der Häfler Gockelwerkstatt: Der Jubiläumsball des Fanfarenzugs Graf Zeppelin lässt die Herzen der närrisch gestimmten Gäste höher schlagen.
Gute Stimmung in der Häfler Gockelwerkstatt: Der Jubiläumsball des Fanfarenzugs Graf Zeppelin lässt die Herzen der närrisch gestimmten Gäste höher schlagen.  Bild: Wörner
Die „Gockelwerkstatt“ ist am Samstagabend kaum wiederzuerkennen. Für den Jubiläumsball aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Fanfarenzugs Graf Zeppelin (FGZ) hat sich das Haus des Vereins zur Pflege des Volkstums Friedrichshafen in einen Knast verwandelt. Bei der „Jailhouse Rock“-Party feiern die als Knackis kostümierten Fanfarenzügler. „Dabei sind alle – die frisch in U-Haft sitzenden ebenso wie die Lebenslänglichen“, kündigt Moderator Thorsten aus den eigenen Reihen an.

Mit fetzigen Schalmeienklängen der Hupenquäler und mit dem Einmarsch der Häfler Narren nimmt der Jubiläumsball seinen Lauf. Der Empfang mit Ehrengästen am Vormittag im Schloss hat einen offiziellen Charakter gehabt. Nun bei der „Jailhouse Rock“-Party ist feiern pur mit gut gelaunten und närrisch gestimmten Freunden angesagt. Gleich zwei DJs legen in der Gockelwerkstatt auf. Im Saal ist Stimmung mit Musik von Helene Fischer, den Toten Hosen, Hits aus drei Jahrzehnten, Polonaise und Schunkelrunden geboten. Mit Electro House trifft der FGZ den Musikgeschmack der jüngeren Gäste.

Spätestens beim lautstarken Einmarsch der ersten Lumpenkapelle sind aber wieder alle im Saal beieinander: Die Lumpenkapellen aus Eschach und Grünkraut sowie „Trash for fun“ geben sich in der Gockelwerkstatt die Klinke in die Hand. Einfach mitreißend für Jung und Alt ist die fasnetsmäßig aufgepeppte Blasmusik. Allein die Lumpenkapelle Eschach spielt mit rund 40 Musikern aus sechs Vereinen zum Geburtstag des FGZ auf. „Übrigens sind alle Eschacher männlich – ein Konzept das offensichtlich funktioniert“, meint Moderator Thorsten mit Blick auf den FGZ, der ebenfalls keine Frauen in seinen Reihen hat. Vermutlich gönnt fast jede Frau den musikalischen Männern den eigenen Mikrokosmos.

Den „kleinsten Fanfarenzug der Welt“ präsentieren drei Seewald-Kobolde: Gruppenführer Wolfgang Ott, Karle Haller und Oliver Venus greifen zu Trommel und Blasinstrumenten. Zuvor haben sie sich – moderne Computertechnik macht's möglich – vielfach geklont und blicken als kompletter Fanfarenzug von der Leinwand. Verdientermaßen gibt's viel Applaus für „Drei Deppen, die zu viel Zeit haben“, wie sie selbst im Abspann ihres Films schreiben. Höhepunkt des Abends im Knast der Gockelwerkstatt ist die mitreißende Mitternachtsshow der FGZ-Knackis. Gut gelaunt und rhythmisch in Hochform geben sie nochmals alles und spielen für ihre Gäste auf.

Bildergalerie vom Südkurier

.

Festakt zum 50.Geb. des Fanfarenzugs Graf Zeppelin: Toller Empfang mit Trommeln und Fanfaren

12.01.2015  |  von  |
Friedrichshafen -  Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Friedrichshafener Fanfarezugs Graf Zeppelin wurde im Schloss zum Festakt geladen.
Beim Festakt des Fanfarenzugs Graf Zeppelin zu dessen 50-jährigen Bestehen im Schloss Friedrichshafen: Im Schlossgarten bieten die Musiker für ihre Ehrengäste einen Genuss für Auge und Ohr.  Bild: Wörner

Mit einem festlichen Empfang im Friedrichshafener Schloss hat der Fanfarenzug Graf Zeppelin (FGZ) seinen 50. Geburtstag gefeiert. Als Schirmherr und Ehren-Tambourmajor hieß Friedrich Herzog von Württemberg die aktiven und ehemaligen Musiker des FGZ sowie zahlreiche Gründungsmitglieder und Ehrengäste willkommen. Gepaart mit Pulverdampf ertönte für jedes Jahrzehnt ein Salutschuss aus der liebevoll „Charlie“ genannten Kanone der Bürgergarde. Gezündet wurde je ein Schuss von Herzog Friedrich, Oberbürgermeister Andreas Brand, Ernst Weinert, Präsident des Vereins zur Pflege des Volkstums Friedrichshafen, Franz Rimmele, ehemaliger musikalischer Leiter des FGZ, sowie vom FGZ-Vorsitzenden Oliver Platz. Zuvor marschierten die Musiker in ihrer blau-weiß-roten Uniform auf und spielten für die Ehrengäste, die sich auf der Treppe des Schlosses versammelt hatten. Ein Genuss für Auge und Ohr!

„Sie sind in diesen 50 Jahren nicht nur gemeinsam älter geworden, der FGZ blüht und gedeiht“, gratulierte der Hausherr. Der Name des Grafen von Zeppelin stehe für Weitsicht und Wagemut. „Diese Werte haben sich auch in Ihrer Vereinsarbeit niedergeschlagen“, lobte Herzog Friedrich. Der FGZ für das Brauchtum der Stadt und für das gesellschaftliche Leben unverzichtbar, lobte Oberbürgermeister Andreas Brand: „Auch in Zeiten von Facebook und Twitter ist der besondere Klang der Fanfaren alles andere als überholt.“

Zu den Gratulanten gehörte auch Herrmann Dollak, Präsident des Seehasenfestausschusses: „Sie sind ein musikalisches Rückgrat des Seehasenfestes und Sie tragen Ihren Namen sicher zu Recht.“ Der FGZ habe sich das Motto des Grafen von Zeppelin „Man muss nur wollen und daran glauben“ zu Eigen gemacht, erinnerte Ernst Weinert an die Anfangszeiten des FGZ. Gänsehaut sei programmiert, wenn der FGZ zusammen mit dem ehemaligen Tanzorchester „Royal“ beim Bürgerball aufspiele. Ewald Carsten vom Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ aus Nordholz erinnerte an die seit 30 Jahren bestehende Freundschaft zum FGZ. „Ihre Worte machen uns stolz und geben uns den Antrieb, um weiter zu machen“, dankte Oliver Platz den Rednern im Namen seiner Männer.

Der zweite Teil des Festaktes gehörte den ehemaligen Vorsitzenden und musikalischen Leitern des FGZ, die humorvoll und gespickt mit zahlreichen Anekdoten die 50-jährige Vereinsgeschichte Revue passieren ließen. Helmut Wild – er war die ersten 21 Jahre Vorsitzender – erinnerte mit einem Film von Werner Heine an die Anfangszeit und außergewöhnliche Auftritte, zum Beispiel beim Carneval in Nizza oder bei der Steuben-Parade in den USA. Franz Rimmele übernahm 1974 die musikalische Leitung des FGZ. „Wir haben jahrelang an dem Sound gearbeitet, wie er auch heute noch zu hören ist.“ Begeistert ließ Jürgen Graf, bis 2001 Vorsitzender, Erinnerungen an die Reisen nach Russland, Israel und in die Türkei aufleben. Sein Nachfolger bis 2008, André Kloos, zeigte Fotos von der Fasnet: „Die Oldies haben uns ein riesengeiles Erbe hinterlassen und ich bin stolz, ein Teil der FGZ-Familie zu sein“, sprach er den Musikern aus dem Herzen.

Zur Bildergalerie des Südkuriers

.

Zeitungsausschnitte der Extrabeilage der Schwäbischen Zeitung

.

Was sie drauf und drunter haben

 

Lydia Schäfer

Was sie drauf und drunter haben

Fanfarenzug Graf Zeppelin feiert Geburtstag

50 Jahre jung - man sieht es ihnen gar nicht an. Der FGZ hat mit einer Riesenparty in der Gockelwerkstatt seinen runden Geburtstag gefeiert.

Lydia Schäfer

Friedrichshafen sz Der Fanfarenzug Graf Zeppelin (FGZ) hat sein 50-jähriges Bestehen gebührend gefeiert. Vormittags hatten die gut 60 aktiven Spieler des FGZ im Schloß geladene Gäste zu einer Rückschau eingeladen und abends in die Gockelwerkstatt (Gowe) zu einer großen Party mit Mitternachtsshow.

Mit ihrer „Jailhouse Rock“ Party haben sie es richtig krachen lassen. Lumpenkapellen und Gratulanten haben den Abend mitgestaltet. Punkt 24 Uhr gab es die Mitternachtsshow des FGZ. Mit Trommeln und Fanfaren zeigten die Jungs, was sie drauf und einige auch was sie darunter haben. In fulminanter Chippendale-Manier ließen die Jungs vom FGZ – fast – ihre Hüllen fallen und rissen zu Joe Cockers „You can leave your hat on“ die weiblichen Gäste zu trommelfellbetäubenden Kreischen hin.

Mit dieser Bühnenhow zeigten die Geburtstagskinder, das sie nicht nur selbst musikalisch brilliant sind, sondern sich auch zur Musik perfekt und vor allem im Takt bewegen können. Die Mitternachtsshow stellte so manche Tanzformation in den Schatten

.

Botschafter Friedrichshafens haben Geburtstag

 

Lydia Schäfer

Botschafter Friedrichshafens haben Geburtstag

Fanfarenzug Graf Zeppelin hat zum Festakt mit kurzweiligem Programm ins Schloss eingeladen

Sie waren und sind maßgeblich an der Erfolgssgeschichte des Fanfarenzugs Graf Zeppelin beteiligt: (von links) Andre Kloos, Oliver Platz, Albert Brauchle, Schirmherr Friedrich Herzog von Württemberg, Franz Rimmele, Jürgen Graf und Helmut Wild.

Lydia Schäfer

Friedrichshafen sz Der Fanfarenzug Graf Zeppelin (FGZ) hat sein 50-jähriges Bestehen mit einem Festakt gefeiert. Im Schloss des Schirmherren Friedrich Herzog von Württemberg und Ehrentambour des FGZ prägten Reden und humorvolle Rückschauen auf die vergangenen Jahre die vierstündige Feierstunde.

„Eine tolle Location“ bescheinigte Oliver Platz in seiner Begrüßungsrede dem Schloss. Der Vormittag war bestimmt von Reden und Glückwünschen.

„Per definitionem setzt die Fanfare ein Signal. Ein Signal wofür? Dafür, dass etwas Besonderes ansteht, dass jemand Besonderes auftritt“, erklärte Oberbürgermeister Andreas Brand in seiner Rede und bezeichnete den Fanfarenzug Graf Zeppelin damit als etwas Besonderes für den Hafen. Auch wenn er mit seinem Versprecher: „Ich wünsche all ihren Musikerinnen und Musikern ein schönes Festwochenende“ für einiges Amüsement sorgte – der FGZ war und ist eine reine Männerdomäne – traf er mit seiner Rede den Kern dessen, was den FGZ auszeichnet. Sie seien durch ihre Auslandreisen als Botschafter für die Stadt Friedrichshafen unterwegs und würden Brauchtum sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt pflegen.

Entstanden, weil sie mehr wollten

Ein Fanfarenzug mit einer langen Tradition, der eigentlich nur deshalb entstanden ist, weil einige Spieler des Seehasenfanfarenzugs auch außerhalb des Kinder- und Heimatfestes auftreten wollten. Die Aussage des damaligen Stadtrates und Mitglied des Seehasenfestausschusses Konstantin Schmäh: „Wenn ihr vorher spielen wollt, ist es so, als wenn man den Christbaum 14 Tage vorher anzünden tät“, besiegelte für 16 Spieler den Entschluss, einen neuen Fanfarenzug zu gründen.

Der Vorstand des Vereins zur Pflege des Volkstums mit Albert Brauchle und Eugen Moser verschaffte den Musikern 1964 eine Abteilung im Verein. Das erzählte Gründungsmitglied Helmut Wild, der damals 21 Jahre lang den ersten Vorsitz des FGZ innehatte.

Er berichtet von den ersten zehn Jahren, dem ersten Auftritt auf dem Bürgerball 1965 und wie aus dem Seegockelfanfarenzug der Fanfarenzug Graf Zeppelin wurde. „Ein Name, der uns viele Türe geöffnet hat, und ein Name, der verpflichtet“, so Wild.

Franz Rimmele widmete sich mit Blick auf die musikalische Entwicklung dem zweiten Jahrzehnt. Jürgen Graf erzählte schließlich in lockerer Art und Weise, gespickt mit vielen Anekdoten als Dritter im Bunde von den zahlreichen Reisen des FGZ.

Freundschaften in aller Herren Länder, die auch heute noch gepflegt werden, zeugen davon. Andre Kloos stellte das vierte Jahrzehnt mit seinen Aktivitäten vor. Er war in die Fußstapfen Grafs getreten und übergab die Position als FGZ-Chef 2008 an Oliver Platz. Letztgenannter wird aus seiner Amtszeit im Juli berichten. Denn dann geht die große Geburtstagsparty weiter, an der Uferpromenade wird dann ausgiebig und mit viel Musik gefeiert.

Noch bis 18. Februar zeigt der FGZ eine sehenswerte Ausstellung über seine Geschichte in der Sparkasse Bodensee

.

Die "Blauen" feiern farbenfroh

Die „Blauen“ feiern farbenfroh

Fanfarenzug Graf Zeppelin eröffnet Ausstellung in der Sparkasse

Damit der Fanfarenzug künftig all seine Instrumente transportieren kann, gibt es ein recht individuelles Gefährt - sponsert by Präsidium, Zunft und Elferrat.

Lydia Schäfer

Friedrichshafen sz Der Fanfarenzug Graf Zeppelin (FGZ) hat am Freitag in der Sparkasse Bodensee, Charlottenstraße, seine Jubiläumsaustellung eröffnet. 50 Jahre sind die „Blauen“ schon in Friedrichshafen unterwegs und bis zum 18. Februar kann man im wahrsten Sinne des Wortes ihren Spuren folgen.

60 Auftritte im Jahr und wöchentliche Proben, dazu Reisen – das sind umgerechnet 3000 Stunden, die ein Mitglied des FGZ mit seinem Verein verbringt. „Doch wir bekommen viel zurück. Freundschaften in vielen Ländern, Kameradschaft untereinander, Harmonie und Eintracht im Verein, Kontakte mit anderen Menschen, wir lernen Land und Leute kennen und es hat bis jetzt viele „Gänsehautmomente“ gegeben“, versichert Oliver Platz, erster Vorsitzender des FGZ in seiner Ansprache.

Einer davon war für die Musiker des FGZ sicherlich die Eröffnung mit ihren Ansprachen und Glückwünschen. Franz Bernhard Bühler, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Bodensee, Endi Weinert, Präsident des Vereins zur Pflege des Volkstums, Jacky Deppler und Uwe Harting vom Elferrat, Gustl Reichle als Präsident des Alemannischen Narrenrings, Georg Brugger von der Interessensgemeinschaft Häfler Narrengruppen, Bürgermeister Peter Hauswald und Schirmherr Friedrich Herzog von Württemberg waren nur einige derer, die die Eröffnung nutzten, um dem FGZ zu gratulieren.

Die Vereinsgeschichte von 1965 bis heute kann der Besucher in einem Rundgang kennenlernen. Auf dem Boden sind entlang der Stellwände unterschiedlich farbige Fußabdrücke aufgeklebt. „Die roten Abdrücke kennzeichnen die Anfänge“, erklärt Platz. Mitglieder des Seehasenfanfarenzugs wollten nicht nur am Kinder- und Heimatfest auftreten, sondern weitere Termine im Jahr wahrnehmen.

Bewegende Geschichte

Die Musiker schlossen sich dem Verein zur Pflege des Volkstums an und der „Seegockel Fanfarenzug“ war geboren. Mit ihm die neues Landsknechtuniformen in rot/gelb sowie die dazugehörigen Fußabdrücke auf dem Boden.

Die blauen Abrücke kennzeichnen die Zeit des Fanfarenzugs Graf Zeppelin. Angereichert mit Skizzen, Fotos und kurzen Erläuterungen kann der Besucher die Vereinsgeschichte nachvollziehen.

Besondere Höhepunkte des FGZ wie ihre Veröffentlichungen auf Tonträgern, ihren Reisen mit denkwürdigen Auftritten sind dort vermerkt und lassen erahnen, dass es für die Mitglieder ein Privileg bedeutet, ein Teil dieser Vereinsgeschichte zu sein.

.

Friedrichshafen seit 50 Jahren ein Aushängeschild der Stadt Friedrichshafen

10.01.2015  |  von  | 

Friedrichshafen -  Zum 50. Geburtstag des Fanfarenzugs Graf Zeppelin gibt es eine Jubiläumsausstellung in der Sparkasse Bodensee
frx_10_Jubilaeumsausstellun1
Fanfarenklänge und Trommelschläge: Der Fanfarenzug eröffnete die Ausstellung zu seinem 50-jährigen Bestehen in der Sparkasse Bodensee.  Bild: Wörner

Mit der Eröffnung der Ausstellung zu seinem 50-jährigen Bestehen in der Sparkasse Bodensee läutete der Fanfarenzug Graf Zeppelin (FGZ) sein Jubiläumsjahr ein. An zahlreichen Stellwänden zeigt die Ausstellung mit vielen Fotos die Entwicklung vom Seehasen- über den Seegockel-Fanfarenzug bis hin zum Fanfarenzug, der den Namen des Grafen von Zeppelin trägt. Viele Erinnerungen an denkwürdige Auftritte und erlebnisreiche Reisen werden wach.

Natürlich ließ es sich der Fanfarenzug Graf Zeppelin nicht nehmen, die Ausstellung selbst mit Trommelschlägen und Fanfarenklängen einzuläuten. Als Schirmherr trat Friedrich Herzog von Württemberg zuerst ans Rednerpult: „Der FGZ ist eine feste kulturelle Größe in der Stadt.“ Beeindruckend seien seine internationalen Verbindungen, zum Beispiel nach Frankreich, oder ungewöhnliche Auftritte wie auf dem Roten Platz in Moskau.

„Was wären unsere Feste ohne die Musik des FGZ?“, fragte Bürgermeister Peter Hauswald. Bei aller Bodenständigkeit stehe der Fanfarenzug auch für Weltoffenheit.

Ernst Weinert, Präsident des Vereins zur Pflege des Volkstums Friedrichshafen, ging noch einen Schritt weiter: „Wenn es den FGZ nicht gäbe, müsste er sofort gegründet werden.“

Auch Oliver Venus, Vize-Zunftmeister der Narrenzunft Seegockel, Elferratchef Thomas Deppler, Gusti Reichle, Präsident des Alemannischen Narrenrings, und Georg Brugger von der IG Häfler Narren dankten den Musikern des Fanfarenzugs Graf Zeppelin dafür, dass sie bei Veranstaltungen und Bällen eine feste Größe sind.

„50 Jahre zeugen von guter Kameradschaft und viel ehrenamtlichem Engagement“, gratulierte auch Franz Bernhard Bühler, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Bodensee, dem Friedrichshafener Aushängeschild.

Oliver Platz, Vorsitzender des Fanfarenzugs Graf Zeppelin, dankte allen aktiven und ehemaligen Musikern für rund 3500 Proben und 3000 Auftritte in 50 Jahren. Die Jubiläumsausstellung ist noch bis zum 18. Februar in der Sparkasse Bodensee zu sehen.

Friedrichshafen Fanfarenzug Graf Zeppelin lässt es zum 50. Geburtstag krachen

05.01.2015  |  von  | 

Friedrichshafen -  Der Friedrichshafener Fanfarenzug Graf Zeppelin feiert seinen 50. Geburtstag - bis in den Juli sind etliche Veranstaltungen zum Jubiläum geplant.

frx_05_fgz-jubilaeum3

So haben sie 1965 ausgesehen, die Musiker des „Seehasen-Fanfarenzugs“, der Keimzelle des heutigen Fanfarenzugs Graf Zeppelin. Oliver Platz ist Vorsitzender des Fanfarenzugs Graf Zeppelin. Schirmherr des Jubiläums ist Friedrich Herzog von Württemberg (links).

Der Häfler Fanfarenzug Graf Zeppelin mit dem Ehrentambourmajor und Schirmherrn des Jubiläums, Friedrich Herzog von Württemberg (Dritter von rechts).  Bild: Fanfarenzug

 

Mit 64 aktiven und mehr als 80 passiven Mitgliedern steht der Fanfarenzug Graf Zeppelin zu seinem 50. Geburtstag auf außergewöhnlich soliden und ausnahmslos männlichen Beinen – gegen jeden Trend. Andernorts lösen sich Musikzüge mangels Mitgliedern auf, wie beispielsweise vor drei Jahren in Kluftern – oder sie halten sich mit um die 30 Musikern knapp über Wasser. Dass der Fanfarenzug Graf Zeppelin (FGZ) seinen hohen Mitgliederstand halten kann und darüber hinaus keinerlei Nachwuchssorgen hat, erklärt sich der Vorsitzende Oliver Platz so: „Das ist mit Sicherheit dem Namen geschuldet, aber auch den Auftritten, die wir glücklicherweise immer noch haben. Es liegt aber auch am Kostüm und natürlich an unserer Kameradschaft.“

Zu seinem Namen kam der FGZ allerdings erst über Umwege. Am Anfang, im Jahre 1964, stand der Seehasen-Fanfarenzug unter der Leitung von Tambourmajor Helmut Wild. Bei Wild und einigen Mitgliedern entbrannte der Wunsch, auch außerhalb vom Seehasenfest auftreten zu können. Hierfür war allerdings die Gründung eines neuen Fanfarenzugs nötig. Gelungen ist dies mit Unterstützung des „Vereins zur Pflege des Volkstums“ und dessen Präsidenten Albert Brauchle. Beim Bürgerball 1965 präsentierte sich also der frisch gegründete „Seegockel-Fanfarenzug“ erstmals der Öffentlichkeit. Noch ehe ein Jahr vergangen war, spielte der „Seegockel-Fanfarenzug“ sogar zum ersten Mal auf Château Thierry in Fontainebleau bei Paris, wohin er noch heute freundschaftliche Bande pflegt. Es folgten Auftritte beim Pfifferdaj in Ribeauvillé, beim Fête Jeanne-Hachette in Beauvais und beim Blumenkorso in Nizza – und überall wurde der Fanfarenzug aus Friedrichshafen mit Graf Zeppelin in Verbindung gebracht. Was lag da näher, als sich umzutaufen? Ehrentambour Max Grünbeck und Willy Kaldenbach vermittelten und 1967 erteilte die gräfliche Familie Brandenstein-Zeppelin tatsächlich die Genehmigung, sich fortan Fanfarenzug Graf Zeppelin zu nennen. Helmut Wild entwarf eine neue, schmucke Uniform für die musikalischen Botschafter Friedrichshafens und des Grafen.

Damit zogen die Herren hinaus in die Welt und spielten bei der Steubenparade in New York, bei der Friedensparade in Moskau und bei der 3000-Jahr-Feier in Jerusalem. Aktuell blickt der FGZ auf 118 Auslandsauftritte zurück.

Selbstverständlich hat sich der Fanfarenzug auch musikalisch entwickelt. Das Repertoire wuchs und der Klangkörper wurde um Parforcehörner, Trompette-Basse und Contrebasse-Instrumente erweitert. Außerdem wurde 1973 der erste von bislang vier Tonträgern eingespielt. All das sind gute Gründe, den 50. Geburtstag gebührend zu feiern. Zum Festakt im Schloss, wohin Schirmherr Friedrich Herzog von Württemberg im Januar lädt, wird Ehrenmitglied und Namensgeber Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin erwartet und in der Gockelwerkstatt lassen sich die Musiker von den närrischen Freunden feiern.

In ihrem Jubiläumsjahr wollen die Musiker aber auch der Bevölkerung etwas bieten: Zum Beispiel mit einer Ausstellung in der Sparkasse, mit einem spektakulären Auftritt beim Bürgerball, zu dem nicht nur die Truppe der „Oldies“, sondern selbst die Bigband „Royal“ aus Gründerzeiten reaktiviert wurde. Damit nicht genug: Im Juli findet auf der Uferpromenade ein spektakuläres Festzelt-Wochenende statt, sogar mit Jubiläumsumzug durch die Innenstadt - ein gigantischer Aufwand.

 

 

 

Friedrichshafener Fanfarenzug feiert bis in den Juli

Folgende Termine sind anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Häfler Fanfarenzugs „Graf Zeppelin“ geplant:

8. Januar: Die Jubiläumsausstellung „50 Jahre Fanfarenzug Graf Zeppelin“ wird in der Häfler Hauptstelle der Sparkasse Bodensee eröffnet – sie wird bis zum 18. Februar zu sehen sein.

10. Januar: Ein Festakt mit geladenen Gästen findet im Schloss Friedrichshafen statt.

10. Januar: Der Fanfarenzug feiert mit den Seegockeln und befreundeten Narrenzünften in der Gockelwerkstatt einen Jubiläumsball.

6. Februar: Der erste Auftritt des Fanfarenzugs Graf Zeppelin beim Bürgerball jährt sich zum 50. Mal. Wie damals mit dabei: die Big Band „Royal“.

14. Februar: Der FGZ nimmt mit mehr als 100 aktiven und ehemaligen Musikern am Häfler Narrensprung teil.

3. Juli: In einem Festzelt an der Uferpromenade gibt es einen Oldie-Abend mit der Rockband „Thin mother“.

4. Juli: An selbiger Stelle gibt es einen Festabend mit der Partyband „ois easy“.

5. Juli: Um 10 Uhr gibt es einen Zugführerempfang im Zeppelin-Restaurant mit anschließendem Jubiläumsumzug durch die Innenstadt und über die Uferpromenade. Ab 15 Uhr ertönt das Freundschaftsspiel der Fanfarenzüge im Festzelt an der Häfler Uferpromenade. (afr)

Jubiläen und Feste im neuen Jahr in Friedrichshafen

27.12.2014  |  von  |

Friedrichshafen -  Zahlreiche Jubiläen, Feste und Geburtstage werden 2015 in Friedrichshafen gefeiert. Im Mittelpunkt steht dabei zweifelsohne 100 Jahre ZF. Aber auch andere feiern kräftig, wie der Fanfarenzug Graf Zeppelin. Die Ailinger und die Ettenkircher Narren.

Der Fanfarenzug Graf Zeppelin (FGZ), hier bei einem Auftritt in Efrizweiler, feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen mit Ausstellung, Festakt und großem Fest im Sommer.

Der Fanfarenzug Graf Zeppelin (FGZ), hier bei einem Auftritt in Efrizweiler, feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen mit Ausstellung, Festakt und großem Fest im Sommer.  Bild: FGZ

Große und kleine Jubiläen gibt es im neuen Jahr in Friedrichshafen zu feiern. Zwar nicht das älteste, aber sicherlich das bedeutendste wird dabei 100 Jahre ZF sein. Aber auch bedeutende Personen der Stadtgeschichte hätten Geburtstag und natürlich einige Vereine und Gruppen.

Den Auftakt macht der Fanfarenzug Graf Zeppelin, der im neuen Jahr 50 Jahre alt wird. Dazu gibt es ab 7. Januar eine Ausstellung in der Sparkasse Bodensee und am 10. Januar einen Festakt im Schloss. Im Sommer, zwischen dem 3. und 5. Juli, wird dann groß noch einmal an der Uferpromenade im Festzelt gefeiert mit Oldie-Night, Party-Band, Frühschoppen, Umzug und Freundschaftsspielen.

Gleich im Januar ist natürlich auch die Fasnet schon in vollem Gange. Die Narrenzunft Ailingen feiert am 24. und 25. Februar 65 Jahre Gehrenmännle, 55 Jahre Waldhexen und 40 Jahre Schalmeien. Am Sonntag gibt es dazu um 9 Uhr eine Narrenmesse in der katholischen Kirche Ailingen, mitgestaltet von Zünften und Musikgruppen und ab 13.30 Uhr ein Freundschaftstreffen des Alemannischen Narrenrings (ANR) mit anschließendem bunten Treiben in und um die Rotach-Halle sowie in den Ailinger Lokalen. Und noch eine Narrenzunft feiert. In Ettenkirch wird das 25-jährige Bestehen mit einem Freundschaftstreffen des Verbands Alb-Bodensee-oberschwäbischer Narrenvereine (VAN) mit einem Umzug ab 14 Uhr und anschließendem Ausklang in der Ludwig-Roos-Halle und im Partyzelt am 8. Februar gefeiert. Umzug in der Stadt ist übrigens am 14. Februar.

Am 7. Mai wird die Unternehmensgeschichte von ZF im Zeppelin Museum vorgestellt, angefangen von der Gründung 1915 durch Max Maag und Alfred Graf von Soden-Frauenhofen als GmbH. 1921 wurde ZF eine Aktiengesellschaft. Am 4. Juli veranstaltet ZF eine Festival auf dem Freigelände des Zeppelin Hangars, am 25. Juli intern einen Familientag und am 26. Juli einen Tag der offenen Tür. Für geladene Gäste gibt es am 9. September einen internationalen Festakt. Das größte Geburttagsgeschenk macht sich der Konzern selber mit der Eröffnung des ZF Forums, voraussichtlich am 14. Dezember. Aber auch die ZF Kunststiftung feiert. Zum 50-jährigen Bestehen gibt es ab 15. Oktober eine Ausstellung im Zeppelin Museum.

Es gibt weitere Jubiläen im Jahr 2015. Vor 150 Jahren wurde der erste Staatsvertrag zwischen dem Königreich Württemberg und dem Großherzogtum Baden zum Bau der Bodenseegürtelbahn geschlossen und der Verschönerungsverein gegründet, vor 100 Jahren, im ersten Weltkrieg, gab es eine österreichisch-deutsche Bodenseeflotille mit Zentrale in Friedrichshafen, vor 50 Jahren wurde die Mädchenrealschule St. Elisabeth neu gebaut, seit 25 Jahren gibt es die Städtepartnerschaften mit Polozk und mit Delitzsch und seit 5 Jahren eine alevitische Gemeinde. Nicht zu vergessen, vor 100 Jahren entstand der Flughafen Friedrichshafen in Löwental mit dem Bau einer Reichsluftschiffhalle.

Bedeutende Persönlichkeiten hätten 2015 Geburtstag. So etwa der Diplom-Ingenieur und Unternehmer Theodor Kober (13. Februar 1865 bis 20. Dezember 1930). Er konstruierte das erste Luftschiff LZ 1, brachte das erste Wasserflugzeug an den Bodensee und war Gründer und Direktor der Flugzeugbau Friedrichshafen, die ersten Weltkrieg die größte Flugzeugfabrik Deutschalands war, mit Hauptsitz in Manzell. Ein anderer bedeutender Unternehmer war Otto Hüni (10. März 1915 bis 5. März 1986), Inhaber der gleichnamigen Firma für Kunststoffbeschichtungen nach 1945 und Mitbegründer der IBO.

Seinen 125. Geburtstag hätte Jakob Müller (2. Februar 1890 bis 12. Oktober 1972). Er arbeitete im Reichsbahnausbesserungswerk und gehörte 1937 zum Widerstand gegen die NS-Diktatur. 1938 wurde er zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach dem zweiten Weltkrieg war er bei der Neugründung von Gewerkschaften aktiv und 1946 bis 1948 Gemeinderatsmitglied.

Ebenfalls im Reichsbahnausbesserungswerk arbeitete Fridolin Endraß (5. März 1893 bis 23. Februar 1940). Sein Todestag jährt sich zum 75. Mal. Wegen seines Widerstandes gegen das NS-Regime ab 1937 wurde er 1939 vom Volksgerichtshof in Stuttgart zum Tode verurteilt.